Studienreise „Lokale Demokratie braucht Frauen“

Berlin, 14.-18. Oktober 2015

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Sie sind aktiv, sie mischen mit, sie engagieren sich in ihrer Kommune... vom 14.-18. Oktober 2015 führte eine Studienreise unter dem Motto „Lokale Demokratie braucht Frauen“ eine 10-köpfige tunesische Delegation (neun Frauen und ein Mann) nach Berlin. Die Teilnehmerinnen sind allesamt in der örtlichen Vereinswelt aktiv und überzeugt davon, dass mehr Frauen in der tunesischen Lokalpolitik mitreden sollten. Die tunesische Delegation traf engagierte Frauen und Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft.

Immer drehten sich die Diskussionen um die Möglichkeiten der Zivilgesellschaft, auf kommunaler Ebene Einfluss zu nehmen.

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Die Studienreise bot auch Gelegenheit, die Ergebnisse der Workshops auszutauschen, die im September in jeder der 5 Partnerstädte stattfanden. Es entfachte sich ein reger Austausch über erste Erfolge und bevorstehende Herausforderungen, Mini-Aktionen zur Förderung der Teilhabe von Frauen in ihrer Kommune zu organisieren. Die Sonne war zwar ein seltener Gast während des Berlinbesuchs – dafür bot das „Festival of Lights“ Gelegenheit, die beleuchteten Sehenswürdigkeiten der deutschen Hauptstadt zu entdecken.

Die tunesischen Partnerorganisationen:

  • El Kef: Horizonte für ganzheitliche Entwicklung
  • Gafsa: SANA
  • Sfax: Verein Majida Boulila für die Modernität
  • Kairouan: Sawamed Tunesien
  • Sousse: Joussourouna
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**Die Stationen der viertägigen Studienreise nach Berlin:**

  • Diskussion mit Gabriela Heinrich, Katja Keul, Peter Stein und Gabriele Groneberg, Mitglieder der „Parlamentariergruppe Maghreb“ des Deutschen Bundestages
  • Besuch des Frauenhauses „Bora“, eine Schutzeinrichtung für Frauen, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind
  • Treffen mit Dr. Gabriele Kämper, Leiterin der Geschäftsstelle Gleichstellung des Berliner Senats, verantwortlich für die Koordinierung und Unterstützung der Gleichstellungsprozesse in allen Verwaltungsstellen des Landes Berlin
  • Treffen mit Carola von Braun, Politikerin und Mitgründerin der überparteilichen Fraueninitiative „Berlin, Stadt der Frauen“
  • Teilnahme an der Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung Dare the impossible zum Thema Feminismus im 21. Jahrhundert. Panel: „Berlin bleibt feministisch – ein Generationendialog“ und Besuch der Ausstellung „Wer braucht Feminismus?“

Seit 2012 ist die EAF (Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft / EAF Berlin e.V.) in Tunesien aktiv. Die Fortführung des Projekts „Demokratie braucht Frauen“, seit 2015 mit kommunalem Fokus, wird im Auftrag des Programms CoMun / Initiative für Kommunalentwicklung der GIZ durchgeführt und aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

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