Auftaktworkshop algerischer Städte zum Kommunalen Wissenstransfer

24 August, Hussein Dey – Algerien

Am 24. August fand in Alger der Auftaktworkshop für die algerischen Städte statt, die sich für die Zusammenarbeit mit dem GIZ-Programm „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ qualifiziert haben. Das Programm wurde im Frühjahr in Ergänzung zu dem CoMun-Programm vom BMZ beauftragt. Es hat zum Ziel, bis zu 25 Projektpartnerschaften zwischen maghrebinischen und deutschen Städten aufzubauen, davon sechs in Algerien.

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Die ausgewählten Städte Annaba, Sétif, Monstaganem, Tlemcen und Oran hatten bei dem Treffen erstmals die Gelegenheit, sich untereinander kennenzulernen und sich ihre Projekte vorzustellen, die sie gemeinsam mit deutschen Städten umsetzen wollen. Die Themen der Projekte zielen auf Verbesserungen in der städtischen Abfallwirtschaft, auf die Restauration kultureller Stätten, Stadtaufwertung sowie erste Schritte in Richtung einer Smart City.

Die kommunalen Vertreter präsentierten die geplanten Meilensteine ihrer Projekte sowie ihre Erwartungen an das Programm. Sie erhielten bei der Veranstaltung ein tieferes Verständnis über die Möglichkeit, Partnerschaften mit deutschen Städten und Gemeinden zu knüpfen und deren Expertise in ihre Projektvorschläge einzubauen.

Die Konferenz wurde durch Herrn Touati, Generaldirektor der nationalen Stadtentwicklungsagentur, eröffnet, der die neue Kooperation der algerischen Gebietskörperschaften mit CoMun nachdrücklich begrüßte. Frau Wahl als Landesdirektorin der GIZ in Alger verwies in ihrer Begrüßungsrede auf die soziale, ökonomische und kulturelle Entwicklung algerischer Städte, sowie auf die Bauplanungen der Städte und den Wunsch der Zivilbevölkerung an dieser Planung teilzuhaben.

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Um den algerischen Städten eine Vision für ihr Engagement aufzuzeigen, stellten Mitarbeiter von CoMun die erreichten Ergebnisse des Programms in Tunesien und Marokko dar. In beiden Ländern erhalten Städte seit Jahren Beratung zu kommunalen Projekten und tauschen sich in landesweiten Netzwerken zu ihren Erfolgen, aber auch zu Misserfolgen und Hürden aus. Thematische Schwerpunkte der marokkanischen und tunesischen Netzwerke sind die Sanierung der Médinas, kommunale Abfallwirtschaft, Energieeffizienz (öffentliche Beleuchtung), städtische Mobilität sowie der Aufbau von lokalen Demokratiestrukturen. Die Konferenzteilnehmer waren sehr interessiert an den Netzwerkdynamiken in beiden Länder und darüber hinaus an der Möglichkeit, Expertise auch über Landesgrenzen hinaus zu teilen.

Die Gelegenheit, im Rahmen des Workshops Erfahrungen zu teilen und die vorhandenen Projektskizzen zu präzisieren, wurde von den Teilnehmenden als sehr positiv bewertet.

Im Anhang finden Sie in französischer Version sowohl den Bericht der Konferenz als auch die Agenda.
Die Projektsteckbriefe finden Sie angefügt in deutscher Sprache.

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