Kommunaler Wissenstransfer in der Praxis

Auftaktkonferenz Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland 04. - 06. September 2016

Seit April 2016 finanziert das BMZ das Vorhaben „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“, das die GIZ im Rahmen des Programms CoMun –Stärkung kommunaler Entwicklung und Demokratie im Maghreb zusammen mit „Engagement Global“ und ihrer „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ (SKEW) durchführt. Dabei möchten die Partner aus dem Maghreb die deutschen Erfahrungen insbesondere hinsichtlich Abfallwirtschaft, städtischer Mobilität, Energieeffizienz, Altstadtsanierung und bürgernaher Verwaltung kennenlernen und Ideen für die Problemlösungen im jeweils eigenen Kontext mitnehmen. MitarbeiterInnen aus den deutschen Kommunen oder von kommunalen Unternehmen beraten selbst und lernen dabei die Arbeitsbedingungen ihrer maghrebinischen Kollegen kennen. Insgesamt können bis zu 25 kommunale Projektpartnerschaften gefördert werden.

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Die Konferenz war der offizielle Start des Vorhabens und bot den Projektpartnern die Möglichkeit zur Vernetzung sowie zur Planung der zukünftigen Zusammenarbeit. Fachliche Debatten rundeten diesen Projektstart ab. An der Konferenz in Bamberg nahmen mehr als 100 Vertreter von Kommunen und Kommunalverbänden, kommunalen Unternehmen, Regierungen und der Zivilgesellschaft aus Algerien, Deutschland, Libyen, Marokko und Tunesien teil.

Oberbürgermeister der Stadt Bamberg Andreas Starke, eröffnete als Gastgeber die Konferenz, zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundeminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Thomas Silberhorn sowie Herr Elyes Kasri, Botschafter von Tunesien in Deutschland. Alle unterstrichen den Wert kommunaler Zusammenarbeit in der Internationalen Entwicklung. Zudem betonten die verschiedenen Partner der maghrebinischen Delegationen in Ihren Reden die Wichtigkeit kommunaler Partnerschaften Nord-Süd und Süd-Süd. Darunter, Herr Hassan Fatih, Direktor für Öffentliche Liegenschaften bei der Generaldirektion für lokale Gebietskörperschaften des Innenministeriums Marokko sowie Herr Mokhtar Hammami, Generaldirektor der lokalen Gebietskörperschaften für Tunesien. Der Auftakt der Konferenz endete mit einem inspirierenden Podiumsgespräch zum Thema „Planung und Spontanität als widerstreitende Pole der Realität“.

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Die Bereitschaft zu kommunalen Partnerschaften steht im Einklang mit den nachhaltigen Entwicklungszielen, den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen, die mit der Agenda 2030 verantwortungsvolle und nachhaltige Städte fördern. Der zweite Tag begann demnach mit einer Einführung in die SDGs, die mit dem Instrument der globalen Partnerschaften den thematischen Rahmen setzten. Die Arbeitskontexte maghrebinischer und deutscher Städte wurden mit kurzen Inputs greifbar gemacht. Eines der Hauptziele der Konferenz war die Initiierung lokaler, regionaler und globaler Partnerschaften. Dazu wurden zum einen die Ziele des Programms „Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland“ vorgestellt, zum anderen wurden die zukünftigen Schritte für die Realisierung der verschiedenen kommunalen Projektpartnerschaften erläutert.

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Der dritte Konferenztag war ganz der Vereinbarung kommunaler Projektpartnerschaften gewidmet. Im Fokus standen insbesondere der fachliche Austausch zwischen deutschen und maghrebinischen Vertretern sowie die konkrete Planung der nächsten Schritte. Nach der Open Space Methode schlugen die Anwesenden praktische Themen zur lebendigen Gestaltung der Partnerschaftsarbeit vor. Das Spektrum der Themen reichte von Umweltschutzaspekten, wie die Abfallentsorgung und Energieeffizienz, über Themen, wie praktische Partnerschaftsarbeit, Organisation von Bürgerforen oder die Restaurierung von Kulturdenkmälern.

Mit der Auftaktkonferenz wurde erstmalig ein direkter Kontakt zwischen den Kolleginnen und Kollegen aus dem Maghreb und Deutschland hergestellt, erste konkrete kommunale Partnerschaften entwickelt sowie zahlreiche Erfahrungen ausgetauscht. Die Umsetzung der kommunalen Projektpartnerschaften wird im Nachgang der Konferenz durch die SKEW und GIZ begleitet.

Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung sowie aktuelle Informationen zum Programm und den konkreten Kleinprojekten finden Sie unter SKEW und CoMun

Unser Film zur Konferenz

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