CMI-Urban Hub: Stadtentwicklung und territoriale Kohäsion

Städte in MENA sind – ja nach Länderkontext – mit verschiedenen, immer aber zukunftsrelevanten Aufgaben befasst, die weit über ihren geografischen Raum hinaus wirken und im systemischen Blick zusammen gesehen werden müssen: Grundversorgung, Bildung, Arbeit, Klimaschutz, demokratische Teilhabe, soziale Kohärenz u.v.m., und damit Sicherheit und Frieden. Gemeinsam mit dem Center of Mediterranean Integration (CMI) bildet das Projekt CoMun der giz seit 2015 den Arbeitskreis „CMI-Urban Hub“ zu Stadtentwicklung und territorialer Kohäsion im Mittelmeerraum. Dieser Arbeitskreis, der vom CMI initiiert wurde, gruppiert diverse staatliche und überstaatliche Akteure der Stadtentwicklung in MENA und Mittelmeerraum (Agence française de développement (AFD), der Agence des Villes et Territoires Méditerranéens Durables (AviTeM), CDC, Cities Alliance, CODATU, EIB, MedCities und UCLG).

Die Aktivitäten des „CMI-Urban Hub“ verfolgen zwei Zielsetzungen. Zunächst möchte der Arbeitskreis das Konzept der territorialen Kohäsion (Stadt-/Regionalentwicklung und lokale Governance) in der MENA-Region konsolidieren und operationalisieren. Dabei entwickeln die Partner ein gemeinsames Verständnis des Konzepts der territorialen Kohäsion, auf dessen Basis ein Aktionsplan erarbeitet wird, der Handlungsprioritäten und –möglichkeiten aufzeigt. Des Weiteren strebt der Arbeitskreis die Förderung und Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den Partnern des CMI-Urban Hubs an. Sich ergänzende Partnerorganisationen mit gleicher Zielsetzung sollen damit gemeinsam Projekte entwickeln und durchführen.

Die Aktivitäten des CMI-Urban Hubs unterstützen die verschiedene Stadtentwicklungsprojekte der einzelnen Partnerorganisationen und machen diese einem größeren Publikum im Mittelmeerraum und der MENA-Region zugänglich. In diesem Sinne veranstaltet das Projekt CoMun im Rahmen seiner Zusammenarbeit mit dem CMI-Urban Hub Konferenzen und Workshops und sammelt und verbreitet bewährte Praktiken verschiedener Stadtentwicklungsprojekte. So beteiligen sich z.B. diverse Partnerkommunen des Projekts CoMun an einem MENA-weiten kommunalen Lernaustauschs zum Umgang mit Flucht und Migration. Gemeinsam mit den Partnern des CMI-Urban Hubs entwickelt das Projekt CoMun derzeit ein Kompendium bewährter Praktiken im Bereich der territorialen Kohäsion.